Finale

Auch wenn ich schon mitten in der Marathonvorbereitung bin, ein Triathlon mußte 2019 noch sein. Der, der die Saison beendet. In diesem Jahr der, der mir eine Revanche für 2018 ermöglichen würde. Der, bei dem mir 2018 der Reifen platzte und ich mit über 1:40h das“schlechteste“ Ergebnis meiner Sportlaufbahn ablieferte – und hinterher trotzdem zufrieden war, weil ich alles an diesem Tag Mögliche getan und geleistet hatte.

Waren im letzten Jahr die Vorzeichen gut, so war anno 2019 einiges im Argen. Selten war das Wetter so schlecht durch Regen und Wind. Selten ärgerte mich so kurz vorm Start ein plötzlicher Schmerz, wie dieses Mal. In der Nacht vor dem Wettkampf blockierte meine rechte Hüfte. Der Schmerz allein war schon nervig, aber der hier Schreibende neigt dann zu einem weit entfernten Blick in die Zukunft: „….den Marathon kannst vergessen, den IronMan sowieso, Urlaub in Dänemark brauchst so auch nicht buchen…“.

Der morgendliche Kaffee mit der Liebsten bringt zuerst Klarheit über die Ursache: unpassende Schuhe. Wenig später zeigt ein leichter „Knacks“ im Rücken, irgendwas hat sich verändert. 2 Stunden später ist dann nur noch ein leichtes Kribbeln im Bein zu spüren. 3:09h später liegt das perfekte Rennen hinter mir:

swim: 500m – 9 :18min – 1:52min/100m (Bestzeit)

bike:20km – 34:36min – 33.9km/h – 220W/231W NP (höchste Durchschnittsleistung)

run – 5km – 23:35min – 4:43min/km (schnellster Lauf @ sprint Tri)

1:08:55h – Bestzeit Triathlon Volksdistanz

Mit dem 11. Gesamtplatz verpasse ich nur knapp die Top Ten der Gesamtwertung, was ebenfalls die Beste jemals erbrachte Leistung ist.

Korrektur: nachdem meine Schwimmzeit durch den Veranstalter nach Fehlmessung korrigiert wurde, bin ich auf Platz 14 der Gesamtwertung „abgerutscht“. 🙂                  In meiner Altersklasse bin ich jedoch nach wie vor 2. Auch das ist Bestleistung.

Und was sagt mir das Ganze? Am besten läuft’s , wenn ich nichts erwarte. Am besten läuft’s, wenn irgendwas nicht paßt. Mit perfekten Bedingungen scheine ich nicht klarzukommen. Das verursacht zwar unheimlich Streß – bei mir und den Liebsten. Aber die Zufriedenheit danach ist um so größer, als wenn nur das Vorhersehbare dabei rauskommt.

p.s.Die Beschreibung “ das perfekte Rennen“ bezieht sich weniger auf Geschwindigkeit oder Zeit, sonder vielmehr auf das Gefühl beim Rennen: ich konnte zu jedem Zeitpunkt das Maximale an Leistung abrufen – trotz oder genau wegen aller widrigen Umstände

In der offiziellen Ergebnisliste wurden sowohl Platzierung als auch Zeit korrigiert.

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