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10 Jahre ist es nun her. Genau 10. Und ich kehre an den gleichen Ort zurück.

Wir schreiben den 1. September 2012. Maschsee. Hannover. Ein schwere Zeit liegt hinter mir. Änderungen, Umbrüche, Krankheit, Verletzung. Besonders die Verletzung war ein Problem. Dadurch konnte ich das nicht machen, was mir bei allem Anderen half: Sport, laufen.

Also probierte ich was Neues. Ich ging schwimmen (was rückblickend betrachtet kein Schwimmen war). Ich fuhr Fahrrad (was rückblickend betrachtet …..)

Wir schreiben den 1. September 2012. Maschsee. Hannover. Ich stehe an der Startlinie eines Triathlon. Meines ersten Triathlon. OK, nur ein Schnupper-Triathlon – also ganz kurz – aber trotzdem die Aneinanderreihung von swim-bike-run.

Für die 200m Schwimmen brauche ich dann fast genau so lange, wie später für die 6km lange Radstrecke. An den 2km Lauf erinnere ich mich wegen Sauerstoffmangel kaum. Woran ich mich aber erinnere, ist dieses nie in dieser Form vorher erlebte Glücksgefühl im Ziel.

10 Jahre später werde ich wieder an der Startlinie eines Triathlon am Maschsee stehen. So wie jedes Jahr seit 2012. Sogar 2020 war ich dort am Start, obwohl offiziell gar nix stattfand. (siehe krichi 226 )

Dieses Glücksgefühl wie 2012 werde ich so nicht mehr erleben. Das habe ich inzwischen gelernt. Gelernt habe ich aber, warum ich das alles mache. All das Training, all die Zeit.

Ich mache das für den Moment, an dem der Schmerz einsetzt. Und der Schmerz kommt irgendwann, immer. Wie reagiere ich dann? Wie verhalte ich mich? Gebe ich auf? Mache ich weiter?

Ich mache weiter. Ich mache weiter für mich. Ich finde einen Weg. Ich finde eine Lösung. Ich finde die richtige Lösung.

Man kann es überheblich nennen, oder egositisch oder wie auch immer, denn alles was ich da tue, mache ich aus eigener Kraft. Man kann sich ein Finish nicht kaufen. Die Ausrüstung, der Trainer, der Startplatz – das alles kostet Geld. Aber über die Ziellinie muß man immer noch selber laufen. Dies zu wissen und zu erreichen ist großartiger als jegliche käufliche Freude.

Und was kommt danach? Was kommt nach diesem 10jährigen Jubileum? Die Antwort heute ist die Gleiche, wie vor 10 Jahren: ich weiß es nicht. Ich habe keine Ahnung. Vielleicht ist dies mein letzter Triathlon auf diesem Niveau (wehe, irgendwer lacht jetze…;-) ). Vielleicht ist das sogar mein letzter Triathlon?

Eines ist sicher: mein Abschneiden wird keinen Einfluß auf die Antwort haben. Ich starte bei den Deutschen Meisterschaften auf der Olympischen Distanz. Ich starte mit den wirklich Schnellen. Die Aussicht ganz weit hinten zu landen, war nie besser.

Ich freue mich auf den Schmerz…..

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